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Ein kleiner Bericht über meine Betreuerin Frau Christina Hanich (Diplom Pädagogin) und ihre Auszubildende Emmi (Schildkröte)

Aufgrund meines sich verschlechternden Gesundheitszustandes entwickelte sich vor ca. 4 Jahren die Notwendigkeit des Betreuten Einzelwohnens. Auf diesem Wege wurde mir feid+kollegen gmbh empfohlen. So lernte ich Mitte Januar 2012 Frau Christina Hanich kennen. Trotz des großen Altersunterschiedes, mehr als 30 Jahre, entwickelte sich rasch eine sehr gute Beziehung, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und großer Sympathie.
Frau Hanich hat die Gabe, mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Sie erfüllt alle meine Wünsche sehr liebevoll und mit großer Freude. Auch hilft mir Frau Hanich bei meiner Korrespondenz mit Ämtern und Behörden, wobei sie durch eine unnachahmliche Wortgewandtheit glänzt.
Nicht zuletzt möchte ich natürlich unsere langen Gespräche erwähnen, in denen Frau Hanich große Kompetenz beweist. Immer wieder erwähnte sie, dass sie so gerne eine Schildkröte hätte. Ende August 2013 erzählte sie mir dann freudestrahlend, dass sie eine gekauft habe. Sie nannte sie Emmi.
Zu unserem nächsten Treffen kam sie bewaffnet mit einem Transportköfferchen und setzte mir ein anrührendes, winzig kleines Schildkrötchen auf den Tisch. Ich hatte einen großen Kartondeckel aufgestellt, in dem sie neugierig von einer Seite auf die nächste lief. Besonders gründlich untersuchte sie die Ecken und versuchte sich, einzugraben. Auch schien sie an dem brennenden Teelicht unter der Teekanne großen Gefallen zu finden. Sie lief immer wieder hin und betrachte es genau. Dann kam der große Moment, indem ich Emmi halten durfte. Frau Hanich setzte sie mir auf die Hand und sie bedeckte gerade mal den Handteller. Einerseits war es eine große Freude und ein berührendes Gefühl, so ein winziges Stück Leben auf der Hand zu spüren, andererseits hatte ich natürlich Angst, dieses kleine Wesen zu verletzen oder dass es herunterfiele. Diese Angst verging im Laufe der Zeit und Emmi entwickelte Vertrauen zu mir. Ihr Köpfchen dürfte ich zwar noch nicht streicheln, es wurde sofort eingezogen.
Ich bilde immer aus beiden Händen eine Kuhle, so dass sie da sicher war und nicht mehr herunterfallen konnte. Ich habe immer viel mit ihr geredet. Da ich eine tiefe Stimme habe, schien ihr das besonders gut zu gefallen. Jedenfalls sah sie mich mit großen Kulleraugen an. Emmi hat ein beruhigendes Wesen, was sich auch auf mich überträgt. Das bedeutet mir viel, da ich unter anderem auch Angstpatientin bin.

Inzwischen ist Emmi 3 Jahre alt und auch ein ganzes Stück gewachsen. Wir sind uns beide sehr vertraut. Sie kennt meine Stimme und meinen Geruch. Ich darf jetzt sogar ihr Köpfchen streicheln. Nur in meinen Händen mag sie nicht mehr so gerne sitzen. Ich denke, das ist ihr zu eng geworden. Ich setzte sie jetzt auf meinen Bauch und sie krabbelt hocherfreut an mir hoch. Dann kuschelt sie sich zwischen Schlüsselbein und Hals ein und hält ein Nickerchen. Das ist so ein entzückendes und liebes Gefühl, dieses Vertrauen zu spüren, so dass ich durch die Ruhe, die davon ausgeht, oft fast selber einschlafe. Wenn sie aufwacht, krabbelt sie weiter um meinen Hals herum, wo wir sie dann zwischen meinen Haaren wieder herauslösen müssen.

Den ganz großen Erfolg haben Frau Hanich und Emmi allerdings in diesem Frühjahr erzielt. Ich bin Künstlerin und habe viele Jahre unter einer Malblockade gelitten. Das war sehr belastend, da mir Malen alles bedeutet. Die wenigen Versuche musste ich erfolglos abbrechen, da meine Hand bereits beim Anfassen des Pinsels zu zittern begann und mein Bezug und die große Liebe zu Farben waren völlig gestört. Als ich damals Frau Hanich fragte, was sie sich denn von mir zum Geburtstag wünsche, sagte sie, sie hätte einen Herzenswunsch. Sie hätte so gerne ein gemaltes Bild von Emmi. Zuerst wurde ich fast panisch und der Gedanke „ich kann das nicht“ füllte meinen ganzen Kopf aus. Dann jedoch dachte ich, wenn jemand es verdienst hätte, eines meiner Bilder geschenkt zu bekommen, dann die liebe Frau Hanich. Außerdem hatte ich gleich eine Idee, wie es aussehen sollte, im Kopf. Und dass Emmi das Modell sein sollte, erleichterte die Sache ungemein. Das große Vertrauen, das mir dieses kleine Wesen entgegenbrachte, sollte wenigstens ein Versuch wert sein. Und etwas Anderes hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht zugetraut, zu malen.
Also räumte ich in der ersten Nacht meinen Schreibtisch auf und legte die Farben bereit. In der nächsten Nacht skizzierte ich mit Bleistift alles vor. Danach war ich total erschöpft, aber ich hatte nicht gezittert! Dann kam der alles entscheidende Moment, die Farben! Ich tauchte den Pinsel ins Wasser, färbte ihn ein und berührte vorsichtig das Papier. Kein Zittern, keine Angst, der Bann war gebrochen. Zuerst wollte ich das Schwierigste malen, das Köpfchen. Sollte ich das nicht hinkriegen, wollte ich das Vorhaben lassen. Ich wurde immer mutiger und das Köpfchen wurde gut. Es war nicht einfach gewesen, das Gesicht hinzukriegen und den typischen Blick ins Auge zu legen. Und man sollte ja auch sehen, dass es Emmi war und nicht irgendeine Schildkröte. Danach malte ich weiter, wann immer ich Lust hatte. Ich hatte viel Zeit, da es bis zum Geburtstag noch viele Wochen waren. Manchmal waren es nur zwei Pinselstriche, dann wieder malte ich 3 Stunden. Der Rausch, den ich früher immer beim Arbeiten mit Farben gehabt hatte, stellte sich auch diesmal wieder ein. Ein Glücksgefühl.
Jedenfalls glaube ich, mit Stolz behaupten zu dürfen, dass mir das Bild gelungen ist. Frau Hanich schien jedenfalls selig zu sein.
Inzwischen bin ich beim dritten Bild und hoffe, dass es immer so weiter geht.

Dies war die Geschichte von Frau Christina Hanich, Diplom Pädagogin, der Therapiekröte Emmi und mir


Y. S.
Diplom
Designerin

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Tierisches Memory

08.02.2017

Der aktuelle Tierische Nachmittag stand ganz im Zeichen eines Memory-Spiels, welches von Klientinnen und Klienten in unseren Büroräumen eigenständig entwickelt und gestaltet wurde. Zunächst einmal wurden zahlreiche Ideen gesammelt, was in Verbindung mit dem Thema Tiere für das Memory-Spiel abfotografiert werden könnte. Unsere Besucherinnen und Besucher entschieden sich, die Hunde Nele und Finn in verschiedenen „Posen“ wie „Sitz“ und „Platz“ abzulichten. Auch unterschiedliche Gegenstände wie Hundehalsband, -decke oder -leine wurden fotografiert. Die Fotos wurden gemeinschaftlich entwickelt, zurechtgeschnitten und schlussendlich laminiert. Und schon konnte das Memory-Spiel beginnen, welches sowohl die Konzentration als auch das bildhafte Gedächtnis spielerisch trainiert.

Vielen Dank an alle, die den Tierischen Nachmittag mit ihrer Fantasie und Kreativität, bester Teamarbeit und Freude bereichert haben!

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Nachmittag auf den Mainwiesen

31.10.2016

Die Wiesen am Mainufer im Frankfurter Stadtteil Sindlingen bieten einen gepflegten Park mit offiziellem Hundeauslauf. Bewegungsfreudige Klientinnen und Klienten trafen sich mit Mitarbeitern und den Hunden Finn und Nele kürzlich zu einem ausgiebigen Spaziergang. Natürlich mit gemütlichen Pausen auf Bänken, wo tatsächlich noch einige Sonnenstrahlen genossen werden konnten! Ganz im Sinne von Bewegungsförderung und der Förderung von gemeinschaftlicher Interaktion, wurde einmal mehr ein stimmungsvoller tierischer Nachmittag verlebt!

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Hunde, Pferde und andere Tiere

27.07.2016

Im Juli 2016 startete feid+kollegen mit einem neuen Freizeitangebot: Dem „Tierischen Nachmittag“! Zu Beginn fand eine Kennenlernrunde statt, in der sowohl die Mitarbeiter als auch die Klientinnen und Klienten von ihren Erwartungen an das Angebot erzählen durften. Es wurden zahlreiche Ideen gesammelt. Die Betreuten würden gerne etwas über Schafe und Ziegen lernen, einmal mehr einen Ausflug in die Fasanerie und zu unseren Therapiebegleitpferden unternehmen. Im Anschluss wurden Verhaltensregeln für den Umgang mit den Hunden Finn und Nele festgelegt, die selbstverständlich bei dem Zusammenkommen zugegen waren. Auch wurde ein kleines Spiel veranstaltet, bei dem die Klientinnen und Klienten eingeladen wurden, sich in die Lage der Tiere bei der Kommunikation zwischen Tier und Mensch hineinzuversetzen. Wir sind gespannt auf die vielen „Tierischen Nachmittage“, die noch folgen werden!

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Hundespaziergang im Stadtwald Sachsenhausen

04.09.2015

Bei sommerlichem Sonnenschein fand ein gemütlicher Spaziergang mit Klientinnen und Klienten sowie unserer Therapiebegleithündin Noa durch den schattigen Stadtwald Sachsenhausen statt. Mehrere Pausen zum Verschnaufen, Melone-Essen und Plaudern haben den doch recht langen Spaziergang überaus angenehm gemacht: Es ging entlang des Jacobi-Weihers vorbei am kleinen Bächlein hin zum Königsbrünnchen und wieder zurück. Noa balancierte auf Baumstämmen, war fleißig schwimmen und apportierte Spielzeug, welches unsere tapferen Spaziergängerinnen und -gänger für sie warfen. Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wir freuen uns bereits auf den nächsten gemeinsamen Hundespaziergang!

Hundespaziergang

16.03.2015

Trotz Nieselregen fanden sich zum zweiten Hundespaziergang im Stadtwald/Goetheturm willensstarke und motivierte Klienten ein. Mit Verstärkung durch den Gasthund Quex spazierten wir mit guter Laune über aufgeweichte Waldwege. Die durch den Regen gereinigte Luft und ein reger Austausch über Hundekontakte und Umgang mit Hunden lenkten von den letzten Regentropfen ab. Auf dem Weg zum Maunzenweiher lernten wir andere abgehärtete Hundebesitzer mit ihren quirligen Vierbeinern kennen. Quex verliebte sich prompt in eine sehr hübsche Hundedame, ihre Wege trennten sich aber leider viel zu schnell wieder. Da half es auch nichts, dass Quex sich größte Mühe gab, das Interesse von Hündin Noa zu erwecken, sie zeigte ihm die kalte Schulter. Denn im Wald rumflitzen und Kunststückchen zeigen interessierten die Dame deutlich mehr. Auf dem Rückweg hätte eigentlich ein Besuch der Aussichtsplattform des Goetheturms auf dem Programm gestanden, leider ist sie in den Wintermonaten geschlossen. Darüber, nun doch keine Treppen steigen zu müssen, war der Eine oder Andere aber auch recht froh, denn der Spaziergang hat uns doch sehr müde gemacht. Deshalb fuhren wir flugs zurück ins Büro, wo wir uns im 5. OG bei Kaffee und kleinen Snacks über die Erlebnisse austauschten und Quex wohlbehalten von seinem Besitzer wieder in Empfang genommen wurde.

Nochmal ein großer Schulterklopfer an alle Zweibeiner, die trotz des schlechten Wetters super durchgehalten haben! Die Hundespaziergangsgruppe freut sich über neue Teilnehmer. Auch sozialverträgliche Hunde, zu Beginn an der Leine, sind herzlich willkommen!

Wie unsere Klienten den Kontakt mit den Hunden erleben erfahren Sie hier.

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Hundespaziergang am Lohrberg

04.02.2015

Unser erster großer Hundespaziergang mit der neuen angehenden Therapiebegleithündin Noa führte die Gruppe zum Frankfurter Lohrberg. Die Stimmung war entspannt und angenehm, so dass diejenigen Klientinnen und Klienten, welche einander noch nicht kannten, gut ins Gespräch kommen konnten. Bei der Begehung des Lohrbergs wurden allerlei Sehenswürdigkeiten entdeckt. Eine spontane Besichtigung des Main-Äppel-Gartens und ein Informationsgespräch mit einem Mitarbeiter des Gartens rundeten den Ausflug ab. Zum Ausklang wurden, wieder in den Büroräumen angekommen, kleine Snacks und warmer Orangensaft genossen. Die Teilnehmer freuen sich bereits auf den nächsten Hundespaziergang Ende Februar. Alle Klientinnen und Klienten, die noch dazu kommen möchten, sind selbstverständlich herzlich eingeladen!

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Weitere Informationen zum Thema Unsere Hunde finden Sie hier.

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